Hochzeit planen in Wien
Wien betreibt ein Programm namens Traumhochzeit: Eine Standesbeamtin oder ein Standesbeamter fährt zu einer dafür genehmigten Location und schließt die Ehe dort. Die gesetzlichen Gebühren lagen zuletzt bei rund 500 bis 650 €, ab 1. September 2026 gelten neue Sätze – 670 € an einem Wochentag, 995 € an einem Samstag, jeweils ohne zusätzliche Urkunden. Die Termine sind fest vorgegeben: Montag bis Mittwoch und Freitag um 16 oder 18 Uhr, Samstag um 10, 12 oder 14 Uhr. Und die Location muss eine genaue Liste erfüllen, um überhaupt zugelassen zu werden: öffentlich zugänglich, mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, barrierefrei, leise genug, dass man die Trauung versteht, mit Sanitäranlagen und einem eigenen Raum für die Standesbeamtin oder den Standesbeamten, und offen für jedes Paar, statt für ein einzelnes reserviert zu sein. Ein Privathaus oder ein Club mit geschlossener Mitgliedschaft wird nicht genehmigt. Die Reservierung für das gesamte folgende Kalenderjahr beginnt am ersten Werktag im Mai, und die Reihenfolge zählt: zuerst den Termin beim Standesamt sichern, dann die Location darum herum buchen. Jänner und Februar sind Ballsaison – rund 450 Bälle laufen dann durch die Stadt, und die großen Palais sind dafür vergeben. Eine Palaishochzeit mitten im Winter ist damit der schwierigste Termin, den Wien zu vergeben hat.
- Wann heiraten — Mai, Juni und September sind die stärksten Monate: warm genug für eine Trauung im Weingarten oder im Garten, weit weg von der Ballsaison im Jänner und Februar, die die Palais blockiert, und außerhalb von Juli und August, die historische Räume ohne Klimaanlage unangenehm heiß werden lassen. Die Locations im Freien haben dazu ihre eigene Saison – die Blumengärten Hirschstetten sind nur von Mitte März bis Mitte Oktober geöffnet.
- Was es kostet — Österreichische Planungsquellen veranschlagen für eine komplette Hochzeit mit rund 80 Gästen etwa 20.000 bis 35.000 €, allein für die Location rund 500 bis 15.000 € und mehr, und Wien liegt dabei in der Regel 20 bis 30 Prozent über dem ländlichen Österreich. Veröffentlicht wird hier allerdings so gut wie nichts – jede Zahl, mit der ihr rechnet, kommt aus einer Anfrage und nicht aus einer Preisliste.