Hochzeit planen in Wolfsburg
Trautermine lassen sich höchstens neun Monate im Voraus reservieren, enger als in den meisten deutschen Städten, und der Zuschlag des Standesamts hängt ganz vom Tag ab: nichts für einen Werktagvormittag im Rathaus, 40 € an einem Freitagnachmittag, 140 € an einem Samstag, 150 € in der Gerichtslaube von Schloss Wolfsburg und 350 bis 450 € im Planetarium, das im Jahr nur etwa ein halbes Dutzend Hochzeitstermine veröffentlicht. Zwei der schöneren Räume sind nicht barrierefrei — das Biedermeierzimmer in Schloss Fallersleben und das Trauzimmer im Fachwerkrathaus von Vorsfelde —, das gehört vor der Zusage mit der Gästeliste abgeglichen. Wer mit der Bahn anreist, prüft besser die einzelne Verbindung als die Strecke: Wolfsburg liegt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin, aber im Schnitt hält nur jeder zweite ICE tatsächlich hier. Für eine freie Trauung im Freien vermietet dasselbe Kulturreferat, das die Innenräume des Schlosses vergibt, auch den Barockgarten und die Freiflächen rings um das Gebäude — zur selben Gebührenordnung, nicht als Gefallen.
- Wann heiraten — Von Mai bis September funktioniert die Hälfte des Tages, die draußen stattfindet — der Barockgarten und die Freitreppe von Schloss Wolfsburg, die Allerwiese an der Brackstedter Mühle, die Kirchwiese neben der Eventkirche —, während Planetarium und Arena das Wetter nicht kümmert, ihre Termine dafür aber sehr viel länger im Voraus feststehen.
- Was es kostet — Schriftlich veröffentlicht sind für Wolfsburger Hochzeiten nur zwei Dinge: die Trauzuschläge des Standesamts, von nichts für einen Werktagstermin im Rathaus bis 450 € für einen Samstag im Planetarium, und die Mietstaffel der Eventkirche von 450 € für drei Stunden bis 2.000 € für zwei Tage. Feiern werden stattdessen pro Person kalkuliert, und die Angebote der Häuser in und um die Stadt liegen grob zwischen 40 und 120 € pro Gast — ein Richtwert, kein Tarif.