Hochzeit planen in Koblenz
Rechtsgültig ist in Deutschland allein die standesamtliche Trauung, und das Standesamt Koblenz nutzt dafür drei Räume: das 2020 neu gestaltete Trauzimmer im historischen Rathausgebäude mit 28 Plätzen; den historischen Rathaussaal für bis zu 50 Gäste an einer Handvoll Freitage im Jahr; und die Sommerhalle auf Schloss Stolzenfels mit 30 Plätzen, die 160 € für die Trauung kostet, dazu 400 € an die staatliche Denkmalverwaltung, die das Schloss betreibt. Knapp sind vor allem die Stolzenfels-Termine, deshalb sollte der Standesamtstermin zuerst feststehen und der ganze Tag darum herum geplant werden — Bendorf, dessen Standesbeamte auf Schloss Sayn trauen, nimmt Buchungen zwölf Monate im Voraus entgegen, und Koblenz gibt seine Termine in einem vergleichbaren Zeitraum frei. Die zweite örtliche Eigenheit verläuft senkrecht: Auf den Ehrenbreitstein kommt man normalerweise mit der Seilbahn über den Rhein oder mit dem Schrägaufzug den Hang hinauf — für die meisten Gäste ein Vergnügen, für alle in hohen Absätzen oder im Rollstuhl ein Problem. Bei der Anfrage lohnt deshalb die Frage nach der Straße, die von hinten auf den Berg führt.
- Wann heiraten — Mai bis Anfang September trägt die Saison, vor allem weil so vieles von dem, was Koblenz zu bieten hat, draußen stattfindet — der Festungshof, die Moselterrassen, die Lindenallee auf Besselich, der Park von Namedy — und weil die Trauhalle auf Stolzenfels dem Namen wie der Sache nach eine Sommerhalle ist. Der September behält das Wetter und verliert die Sommermassen.
- Was es kostet — Zwei veröffentlichte Preislisten geben einen selten ehrlichen Anhaltspunkt. Fort Konstantin kostet 300 € für einen einzelnen Werktag oder 700 € von Freitagmorgen bis Montag um zehn, dazu 300 € erstattbare Kaution und 150 € Reservierungsgebühr — und dafür gibt es das Mauerwerk, Biergartentische und Bankettstühle, sonst nichts. Das Standesamt verlangt 160 € für die Trauung, auf Stolzenfels kommen 400 € dazu. Alles andere hier, das Kurfürstliche Schloss eingeschlossen, wird auf Anfrage kalkuliert statt ausgeschrieben, und in jedem Fall fließt der eigentliche Teil eines Koblenzer Budgets in Catering, Getränke, Personal und Mehrwertsteuer; reine Mietlocations verschieben diesen Posten, sie schaffen ihn nicht ab.